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Datum/Zeit
Date(s) - 13.09.2019 - 14.09.2019
00:00

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Informationsveranstaltung:

13.September 2019

17.00 Uhr

Veranstaltungsort:

Achtung, neu: Parkkultur e.V., Oststraße 118, 40210 Düsseldorf

 

Tagesfahrt nach Brüssel:

14. September 2019

7.15 Uhr Abfahrt vom ZOB (Worringer Straße)

18.00 Uhr Rückfahrt aus Brüssel

 

Zum Programm:

Brüssel und Belgien haben zwei Gesichter, das eine süß, das andere bitter.

Der europäische Einigungsprozess hat in Brüssel sein administratives Zentrum gefunden. Luxemburg und Straßburg bleiben dagegen marginal. Während es von vielen bewundert wird, weil es die Mammutaufgabe, ein akzeptables Gleichgewicht zwischen Nationalstaatlichkeit und europäischem Gemeinschaftssinn zu finden, mutig angegangen ist, wird es von seinen Gegnern als aufgeblähtes Monstrum abgelehnt, das die Freiheit der Ländern über Gebühr einschränkt und ein wichtiger Grund für den Brexit Großbritanniens darstellt.

Genauso geht es dem Land Belgien. Es hat erst 1830 seine Unabhängigkeit von der Niederlanden errungen und sich seitdem weltweit einen Namen mit kulinarischen Spezialtäten wie der Erfindung der Pommes frites, über hundert verschiedenen Biersorten sowie köstlicher Schokolade und Pralinen gemacht.

Seine Geschichte enthält aber auch eine dunkle Seite, die auf seinen König Leopold II. zurückgeht. Er  erwarb den Kongo in Afrika 1885 als Privatbesitz und ließ bei der wirtschaftlichen Ausbeutung des Landes brutale Exzesse verüben, bei denen schätzungsweise 10 Millionen Menschen durch Sklaverei und Zwangsarbeit ums Leben kamen. Als die grausamen Umstände 1908 international bekannt wurden, musste Leopold den Kongo an den belgischen Staat abtreten. 1960 wurde der Kongo unabhängig.

Das Afrikamuseum Tervuren wurde 1908 als imposante Prunkarchitektur eröffnet, um die koloniale Macht Belgiens darzustellen. Die kritische Aufarbeitung der  Kongogräuel ließ lange auf sich warten. Erst 2013 wurde das Museum geschlossen und grundlegend renoviert. Die Wiedereröffnung fand im Dezember 2018 statt. Versprochen wurde eine kritische Betrachtung der Kolonialgeschichte und der Verstrickung bei der Ermordung des ersten Premierministers des unabhängigen Kongos Patrice Lumumba.

Auf dem Weg nach Brüssel werden wir in Tervuren Station machen und uns über das Resultat der kritischen Selbstdarstellung informieren. Danach gilt es in Brüssel, die historische Altstadt und ihre vielen Attraktionen im Freizeitbereich auf eigene Faust zu erkunden.

Bitte melden Sie sich bis zum 5. September 2019 über unser Formular an.
(Hier finden Sie eine Anleitung (pdf) wie man das Formular ausfüllen kann.)

Weitere Informationen zu unseren Studienreisen finden Sie hier.

Studienreise nach Brüssel am 14.09.19 und Einführungsveranstaltung am 13.09.19 um 17 Uhr bei Parkkultur e.V.