Gestatten, mein Name ist…

 

Francesco Abate, Ehrenvorsitzender Mosaik e.V.

Mein Name ist Francesco Abate, ich bin 60 Jahre alt und in Italien geboren. Vor 41 Jahren kam ich nach Deutschland, lebe seitdem in Düsseldorf und arbeite als Fachmann in der metallverarbeitenden Industrie. Vor 37 Jahren heirateten meine deutsche Frau Christa und ich, wir haben zwei Töchter im Alter von 30 und 37 Jahren und einen Enkelsohn.

Seit 1974 bin ich Mitglied der IG Metall, seit 1977 Vertrauensmann und seit 1998 Betriebsratsmitglied und Vorsitzender des Betriebsrates. Außerdem bin ich aktives Mitglied des Migrationsausschusses der IG Metall Verwaltungsstelle Düsseldorf/Neuss. Einen Teil meiner Freizeit verbringe ich gemeinsam mit meiner Frau Christa mit der Unterstützung des Kinderhilfswerk terre des hommes.

Ich gehöre ebenso wie meine Frau Christa zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Mosaik und war von Januar 2007 bis Februar 2010 als 1. Vorsitzender des Vereins tätig. Auch als Ehrenvorsitzender möchte gern meinen Beitrag dazu leisten, dass wir die vielen Kulturen, die in Düsseldorf und Umgebung vertreten sind, in einem Haus der Kulturen zu einem bunten Mosaik vereinen, da ich das Miteinander von Menschen aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen als große Bereicherung empfinde.

Das Engagement des Vereins Mosaik zum Abbau von Vorurteilen erscheint mir in Zeiten zunehmender Fremdenfeindlichkeit besonders wichtig. Für die Verwirklichung unseres Zieles brauchen wir noch viele Mitstreiter/-innen und ich würde mich über neue Mitglieder sehr freuen.

 

Mohammed Assila

Meine Name ist Mohammed  Assila. Geboren wurde ich Rabbat / Marokko und bin seit 1986 in Deutschland. Ich lebe mit meiner Frau und meinen drei Kindern in Wuppertal und arbeite als Lehrer für den muttersprachlichen Unterricht (Arabisch) und Islamkunde auf Deutsch. Ich bin Mitglied der Lehrplankommission des Ministerium für Schule Fach: „Islamkunde“ und Interkultureller Berater.

Gemeinsam mit Monika Lent-Öztürk habe ich das mittlerweile aufgelöste Interreligiöse Dialognetzwerk initiiert und ich bin zudem Mitglied vieler Arbeitskreise, die sich mit Integration, Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Förderung der Kinder mit Migrationshintergrund beschäftigen. Ich bin Gründer und zurzeit Berater und Begleiter des „Marokkanischen Familien-und Kulturvereins e.V.“ und Ausländerbeirats in Erkrath.

 

Cemal Çetin

Mein Name ist Cemal Çetin. Ich stamme aus Duisburg-Rheinhausen, meine Vorfahren kommen aus Erzincan/Türkei.

Während meiner Ausbildung zum Energieelektroniker habe ich Kontakt mit politischer Arbeit bekommen und bin Jugend-und Auszubildendenvertreter in meinem Betrieb geworden. Heute bin ich zwar immer noch mit der IG Metall-Jugendarbeit verbunden, habe aber den Schwerpunkt meiner ehrenamtlichen Arbeit auf die Migrationsausschußarbeit in der IG Metall gelegt.

Dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, findet zwar nicht jeder gut. Ich persönlich empfinde es aber als eine große Bereicherung. So kann ich durchaus mit Appetit „Pommes Majo mit Currywurst“ aber eben auch türkisches „Döner“ essen.

Was ich für sehr viel problematischer halte sind die vielen Vorurteile, die auf allen Seiten, auch bei Migranten, untereinander vorhanden sind. Da gibt es nur eine Alternative, nämlich, dass man sich besser kennenlernt, mehr voneinander erfährt und aufeinander zugeht und versucht, Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Es ist schön, dass es in Düsseldorf viele Migrantenvereine gibt, die sich auf ihre jeweilige Herkunft beziehen, aber wichtiger für uns alle sind aus meiner Sicht Initiativen oder Vereine, die die unterschiedlichen Menschen, die in Düsseldorf leben, zusammenbringen. Mosaik bringt Menschen aus verschiedenen Ländern, unterschiedlicher Herkunft und Orientierung mit vielfältigen Veranstaltungen zusammen.

So wird Mosaik e.V. zu einer Wirkungsstätte, in der Migranten und Deutsche sich untereinander kennenlernen und das „Schmoren im eigenen Döner bzw. in der Currywurst“ überwinden. Mosaik e.V. sorgt für einen Dialog auf Augenhöhe und ich hoffe, dass auf diese Weise bald mehr Deutsche als bisher akzeptieren, dass Migranten ein fester Bestandteil dieser Gesellschaft sind.

Gern möchte ich mit meiner Mitgliedschaft die Initiative von Mosaik e.V. für ein Haus der Kulturen und des Dialogs als ein gemeinsames Dach für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer unterstützen.

 

Kemal Crnac, Kuratoriumsmitglied

Mein Name ist Kemal Crnac. Ich wurde am 04.04.61 in Jajce (Bosnien und Herzegowina) geboren. Neben der mittleren islamischen Schule, habe ich das Studium an der ältesten Islamischen Universität, der Al-Azhar-Universität in Kairo/Ägypten erfolgreich abgeschlossen.

Seit 1987 arbeite ich als Imam im Islamischen Kulturzentrum Düsseldorf in der Bosnischen Moschee auf der Niederstraße 1 in Düsseldorf-Oberbilk.

Ich beteilige mich gern an interreligiösen Aktivitäten und habe das inzwischen aufgelöste Interreligiöse Dialognetzwerk Düsseldorf mitgetragen. Dort war uns immer der gegenseitige Respekt wichtig. Nach wie vor insistiere ich auf mehr Verständnis und Toleranz in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein Haus der Kulturen und des Dialogs der Religionen in Düsseldorf wäre zur Förderung eines besseren Miteinanders ein wichtiger Ort, deshalb unterstütze ich als Berater den Verein Mosaik e.V.

 

Nadia Einmahl

Ich heiße Nadia Einmahl und lebe seit nun 47 Jahren in Deutschland. Da ich 3 Pässe (Algerien, Frankreich, Deutschland), besitze, zögere ich häufig, wenn man mich nach meinem Herkunftsland fragt: geboren bin ich in Algerien, mein Vater war Algerier, meine Mutter Französin. Zu dieser Zeit war Algerien allerdings weit mehr als eine Kolonie, es war ein französisches Departement, etwa wie ein „Bundesland“ von Frankreich.

Der algerisch-französischer Krieg (1954-1962) zu erleben, war ein großes Trauma: alles was man machte, war unsicher, gefährlich, erschreckend. Das Allerschlimmste war allerdings zu spüren, wie rassistisch die Franzosen, die in Algerien lebten, Arabern gegenüber waren aber auch wie die Araber, uns, Mischlinge, nicht ganz akzeptierten. Wir lernten auch nie arabisch sprechen, was unsinnig war. Meine arabische Großmutter bleibt für mich eine alte Frau, die immer bitterlich weinte, wenn wir sie besuchten, weil wir uns mit ihr nicht verständigen konnten.

Daher bin ich heute so dagegen, wenn ich hier höre, dass Kinder mit Migrationshintergrund vor allem Deutsch lernen müssen. Die Muttersprache bedeutet aber, seine Wurzel und den Kontakt zu der Familie halten zu können

Nach dem Abitur zog ich zum Studium nach Paris, wo ich meinen deutschen Mann kennenlernte. Nach 11 Jahren in Hamburg kamen wir nach Düsseldorf. Bei meiner Heirat erhielt ich sofort und problemlos die deutsche Staatsangehörigkeit, ohne die beiden anderen zu verlieren, was heute wahrscheinlich nicht mehr ging und hatte endlich eine Heimat gefunden, wo man mich voll akzeptierte und ohne Rassismus behandelte. Daher liebe ich auch Deutschland so sehr und fühle ich mich hier geborgen.

Als ich von MOSAIK hörte, war ich sofort begeistert. Den Kontakt mit Menschen mit ähnlichem Hintergrund wie ich, fand ich sehr wohltuend. Da ich früh erfahren musste, wie schwierig Integration sein kann, möchte ich heute Anderen helfen, sich damit Zurecht zu finden.

 

Mehmet Gürenc

Mein Name ist Mehmet Gürenc, ich bin in Düsseldorf geboren und 26 Jahre alt. Meine Eltern stammen aus der Türkei.

Ich bin in Erkrath, Düsseldorf und den USA zur Schule gegangen. Nach dem High School-Abschluß in den USA habe ich Tonbandtechnik studiert. Nach erfolgtem Wehrdienst habe ich eine Ausbildung zum Garten-und Landschaftsbauer abgeschlossen und arbeite nun in unserem Familienbetrieb GÜRENC Gartenbau in Erkrath.

In meiner Freizeit spiele ich gern Basketball und gehe auf Reisen.

Bei Mosaik e.V. bin ich seit 3 Jahren ehrenamtlich engagiert und habe in bilingualen Lyrik-und Musikprojekten (deutsch-türkische Lesung aus Werken von Nazim Hikmet und Aziz Nesin)  mitgewirkt.

Bei Mosaik e.V. dabei zu sein ist für mich eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Hier habe ich schon viele Menschen kennengelernt, die aus anderen Kulturen stammen. Ich schätze es sehr, dass man in diesem Verein seinen Horizont erweitern kann. Wenn es meine Zeit zulässt, beteilige ich mich an der Netzwerkpflege und ich übernehme organisatorische Aufgaben.

 

Muzaffer Gürenc

Mein Name ist Muzaffer Gürenc und ich gehöre zu den Gründungsmitgliedern von Mosaik e.V.

Seit rund 30 Jahren lebe ich in Deutschland und bin als Inhaber eines Garten- und Landschaftsbau-Betriebes in Erkrath, Düsseldorf und Umgebung tätig.

In meiner Freizeit habe ich mich schon immer in Migrantenvereinen und im musikalischen Bereich engagiert. Musik ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Mit 16 Jahren habe ich angefangen, Bağlama (türkische Langhalslaute) zu lernen und später selbst Schüler unterrichtet. Ich spiele und singe türkische Volksmusik aus verschiedenen Regionen der Türkei und vertone selbst lyrische Texte. Ende 2008 wird meine zweite CD erscheinen.

Es gefällt mir, dass Mosaik e.V. von Anfang an versucht hat, Menschen miteinander zu verbinden und so gleichzeitig etwas zur Integration aller in Düsseldorf lebenden Menschen beizutragen. Mit Mosaik e.V. und weiteren Kooperationspartnern haben wir in den letzten Monaten mehrere erfolgreiche Konzerte durchgeführt, an denen ich gerne mitgewirkt habe. Durch die vielen Kontakte von Mosaik e.V. haben sich interessante musikalische Verbindungen ergeben und auch für 2009 haben wir mit Monika Lent-Öztürk schon mehrere spannende Projekte entwickelt.

Mosaik e.V. hat erfahrene Vorstandsmitglieder, die uns Musiker mit qualifizierter Öffentlichkeitsarbeit und Werbung unterstützen und ein wunderbares Publikum gewähren.

Die Initiative vom Mosaik e.V., gemeinsam mit vielen anderen ein Haus der Kulturen und des Dialogs für Düsseldorf zu fordern, finde ich sehr sinnvoll und möchte sie gerne mit meiner Mitgliedschaft und meinem künstlerischem Engagement unterstützen.

 

Gabriele Hilscher

Erstmal vielen Dank für die herzlichen Aufnahmeworte. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Ich habe über 30 Jahre bei einer großen Fluggesellschaft gearbeite. Die Passagiere hatten für uns vielleicht eine andere Sprache, doch blieben sie als Menschen gleichwertig. In einer schwierigen Zeit war uns freigestellt, einen Button mit folgender Aufschrift zu tragen: „In irgendeinem Land auf der Welt ist jeder mal Ausländer.“

Hoffen wir, das wir dann so gut aufgenommen werden wie hier bei Mosaik e.V. und dazu beitragen. Herzliche Grüsse. Das neue Mosaiksteinchen, Gabriele Hilscher

 

Agnieszka Lorenz

Ich wurde 1970 in Dobre Miasto in Polen geboren.

Nach abgeschlossenem Restaurierungs- und Kunststudium arbeitete ich in der Restaurierungswerkstatt des Staatarchivs in Olsztyn.

1996 habe ich meinen Mann kennen gelernt, einen Deutschen, der in Polen geboren wurde und als Spätaussiedler mit den Eltern nach Deutschland gekommen ist. Diese Begegnung war für mich auch unter dem Aspekt interessant, weil meine Familie ebenfalls aufgrund der Grenzenverschiebung nach dem 2. Weltkrieg ihre Heimat verlassen hat und im Gebiet des ehemaligen Ostpreußens ansässig wurde. Mein Schicksal hat mich aber noch weiter nach Westen geworfen: Ich zog nach Düsseldorf und heiratete.

Hauptberuflich wurde ich zwar Mutter und Hausfrau, bin aber nicht sehr oft zu Hause anzutreffen. Ich engagiere mich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde, in den Elternpflegschaften meiner Kinder, bin zurück zum Malen und Zeichnen gekommen und Mitglied des Künstlervereins Spektrum `76 geworden, mit dem ich schon einige Ausstellungen bestritten habe.

Der interkulturelle Dialog ist meinem Mann und mir ein wichtiges Anliegen. Mein Mann hat in unserer Kirchengemeinde eine Partnerschaft mit zwei evangelischen Kirchengemeinden in Masuren / Polen initiiert und regen Kontakt hergestellt. Darüber hinaus sind wir in einige Aktivitäten der Kulturgemeinschaft „Borussia“ (lateinisch: Preußen) in Olsztyn engagiert. „Borussia“ setzt sich als Ziel die Geschichte dieser multikulturellen Region zu untersuchen, regionale Kulturvielfalt zu unterstützen und internationalen Jugendaustausch zu ermöglichen.

Den Weg zu Mosaik habe durch Monika Lent-Öztürk, die ich von der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit in Wersten kannte, und dank des Kochkurses von Serpil Barsal, gefunden. Die Mosaik-Kochkurse besuche ich immer noch gerne und habe auch schon mal selber einige Gerichte der polnischen Küche vorgestellt.

 

Uwe Marquardt

Ich heiße Uwe Marquardt, habe Sozialwissenschaften studiert und viele Jahre im Wissenschaftsministerium NRW gearbeitet. Studium, Beruf und Urlaubsreisen förderten mein Interesse an anderen Ländern und Kulturen.

So bin ich schon seit einiger Zeit Mitglied der Deutsch-Griechischen Gesellschaft und freue mich über griechischen Tanz und orientalische Musik. In meiner nachberuflichen Phase habe ich nun mehr Zeit, an interkulturellen Aktivitäten in Düsseldorf teilzunehmen. Der internationale Kochkurs von Mosaik war da ein guter Einstieg.

Ebenso interessant finde ich die monatlichen Diskussionsveranstaltungen, um die unterschiedliche Herkunft und Lebenssituation der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger besser kennenzulernen.

Düsseldorf ist eine internationale Stadt mit vielen Zugezogenen (ich selbst habe einen ostpreußischen bzw. ostfriesischen Migrationshintergrund) und Gästen aus aller Welt. Diese Vielfalt möchte ich nicht nur über Fernsehen und Zeitung, sondern auch durch persönliche Gespräche näher kennenlernen.

 

Hans Mayer

Mein Name ist Hans Mayer. Ich wurde am 30. Mai 1946 als deutsch-amerikanisches Projekt in Viernheim (Bergstraße) geboren. Nach amerikanischem Rückzug fand meine Mutter einen deutschen Partner und ich einen neuen Vater. So wuchs ich in Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe auf, wo ich die Höhere Handelsschule besuchte und meine Lehre zum Industriekaufmann abschloss. Im Jahre 1966 habe ich mein Herz in Heidelberg an meine jetzige Frau verloren, die aus der französischen Schweiz stammt und bis heute Schweizerin geblieben ist. 1971 haben wir geheiratet und 1973 kam unser Sohn und 1977 unsere Tochter zur Welt, die beide die Doppelstaatsbürgerschaft besitzen.

Nach meiner Bundeswehrzeit war ich in Hannover, Kreuztal, Offenbach und Düsseldorf als Prokurist bzw. Handlungsbevollmächtigter bei 3 Unternehmen tätig; davon 16 Jahre beim Mannesmann Handel und danach 11 Jahre bei einem Unternehmen der Vallourec-Gruppe in Frankreich. Seit Mitte 2011 bin ich Rentner.

Seit über 20 Jahren bin ich ehrenamtlich für den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes in Düsseldorf tätig. Ich war viele Jahre Mitglied des Haushaltsausschusses bzw. Kassenprüfer. Im Moment bin ich Kassenwart des Sauerländischen Gebirgsvereins Abt. Düsseldorf mit ca. 600 Mitgliedern. Ende der 90-er-Jahre war ich 9 Jahre Kassenwart des Windsurfingclubs Volkardey. Da die kommissarisch eingesetzte Kassenwartin von Mosaik aus beruflichen Gründen das Amt abgeben musste, wurde ich angesprochen, ob ich für das Amt zur Verfügung stehen würde. So wurde ich Anfang 2012 Mitglied bei Mosaik und im Juni 2012 zum Kassenwart gewählt.

Ich freue mich, viele Menschen anderer Länder und Kulturen kennenzulernen und den Idealismus aller Mitglieder durch einen gesunden finanziellen Rahmen zu unterstützen. Leider gilt auch hier:  Ohne Moos, nichts los.

 

Professor Dr. Dieter Oesterwind, Kuratoriumsmitglied

Ich bin seit vielen Jahren Kuratoriumsmitglied. In unserer Gesellschaft wird die Migration kontrovers diskutiert.
Deshalb ist es wichtig, einen Verein wie Mosaik zu haben, der sich um die alltäglichen Belange unserer zugewanderten Mitbürger
kümmert und ihnen eine neue Heimat gibt.

 

Monika Lent-Öztürk

©Studioline Photography Düsseldorf-Arcaden

Ich wurde 1963 in Elmshorn (Schleswig-Holstein) geboren und war eine der ersten Schülerinnen, die die seinerzeit noch als Versuchsschule eingestufte Kooperative Gesamtschule Elmshorn abgeschlossen hat. Diese Schule ermutigte mich zum Nachdenken und zum gesellschaftspolitischen Engagement. Erste Erfahrungen sammelte ich dort als Schülersprecherin.
Während meiner Ausbildung in Elmshorn und Hamburg war ich in anti-rassistischen Initiativen und im Arbeitskreis Asyl aktiv.
In Hamburg lernte ich Nihat Öztürk kennen und lieben. Wir heirateten in Hamburg-Altona, Anfang 1986 wurde unser Sohn Cemal geboren.
Aus beruflichen Gründen siedelte die Familie in den 1980er Jahren nach Dortmund. Dort arbeitete ich in einem Pilotprojekt für ältere Migrant/innen im Verein für internationale Freundschaften. Bewegt und betroffen von den zahlreichen fremdenfeindlichen Brandanschlägen auf Migrant/innen in Hoyerswerda, Mölln, Solingen und anderswo gründete ich gemeinsam mit meinem Mann und politischen Mitstreiter/innen die Dortmunder Dialog-Initiative „Miteinander leben e.V.“.
In Dortmund engagierte ich mich erstmals im interreligiösen Dialog und hatte besonders intensive Kontakte zur Alevitischen Gemeinde Hacı Bektaş-ı Veli. Nach dem Brandanschlag islamistischer Fanatiker auf ein alevitisches Kulturfestival in Sivas/Türkei, bei dem 37 Menschen ermordet wurden, intensivierte ich meine Zusammenarbeit Anfang der 1990er Jahre mit der Alevitischen Gemeinde und initiierte in dieser Zeit die interreligiöse Sivas-Hilfe St. Nicolai (eine Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai und der Alevitischen Gemeinde zur Unterstützung der drei Töchter des in Sivas gemeinsam mit seiner Frau ermordeten Volkssängers Muhlis Akarsu). Ich war zwei Jahre lang Vorstandsmitglied der Alevitischen Gemeinde Hacı Bektaş-ı Veli und unterstützte die bundesweiten Organisierungsbemühungen der in Deutschland lebenden Alevitinnen und Aleviten.
Ein weiterer Umzug führte mich in den 1990er Jahren in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Dort arbeite ich seit 1995 als Universitätsangestellte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im International Office.
Mein anti-rassistisches und interkulturelles Engagement setzte ich in Düsseldorf fort. So gehörte ich zu den Mitinitiatorinnen der Veranstaltungsreihe „Respekt und Mut“, war mehrere Jahre Presbyterin in der Evangelischen Kirchengemeinde Wersten und ehrenamtliche Synodalbeauftragte für christlich-islamisches Gespräch des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf.
In den Jahren 2006 bis 2007 organisierte und begleitete ich zahlreiche Kultur-und Begegnungsreisen in die Türkei (Istanbul, Ankara, Kappadokien sowie Antakya und Umgebung).
Ich gehöre zu den Gründungsmitgliedern von Mosaik e.V.  Unter meinem Vorsitz wurde der Verein 2002 mit dem Preis für Bürgerschaftliches Engagement der SPD Düsseldorf ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2015 den Düsseldorfer Friedenspreis.

Mosaik e.V. fordert ein Haus der Kulturen und hat dieses Thema maßgeblich in die Düsseldorfer Kommunalpolitik eingebracht. Ende 2018 nahm ich an einer Denkfabrik zum Thema Haus der Kulturen des Amts für Migration und Integration teil und arbeite seitdem in der Arbeitsgruppe Organisation mit.

Seit Januar 2019 haben wir die Mosaik-Aktivitäten um das Projekt „Int2Job“ – gefördert von der Mypegasus-Stiftung  – erweitert. Int2Job unterstützt Geflohene , die eine Arbeit suchen bei der Erstellung von Bewerbungsmappen, trainiert für Vorstellungsgespräche und bietet ergänzende Fortbildungen und interkulturelle Kompetenztrainings an. Als Ehrenamtlerin stelle ich mich seitdem der Herausforderung der Projektverantwortung.

Mosaik e.V. ist für mich inzwischen wie ein Teil meiner Familie. Ich bin froh ein „Mosaiksteinchen“ zu sein und es beruhigt mich, dass Mosaikmitglieder sich seit über einem Jahrzehnt verlässlich gegen jede Form von Rassismus, Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit engagieren.

 

Nihat Öztürk

Mein Name ist Nihat Öztürk und ich gehöre zu den Gründungsmitgliedern von Mosaik e.V.
Vor 35 Jahren kam ich als Arbeitsmigrant aus Antakya (dem antiken und biblischen Antiochien im Süden der Türkei) nach Deutschland und arbeitete zunächst in einem Metallbetrieb in Mittelfranken. Mit Unterstützung der IG Metall und einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung habe ich dann Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Hamburg studiert. Dort habe ich meine Frau Monika Lent-Öztürk kennen gelernt. Wir sind seit 24 Jahren verheiratet und haben einen 22-jährigen Sohn.

Nach meinem Studium habe ich zunächst für das Bundesinstitut für Berufsbildung und in einem Projekt des DGB-Bildungswerkes gearbeitet.

Seit 1. November 1989 bin ich bei der IG Metall Düsseldorf als politischer Sekretär und seit 2006 als 1. Bevollmächtigter der fusionierten Verwaltungsstelle Düsseldorf-Neuss tätig. Als gewerkschaftlich sozialisierter Mensch habe ich gelernt, wie wichtig Einheit in der Vielfalt ist und dass Anderssein und doch Zusammensein kein Widerspruch sondern eine Bereicherung ist. Seit langem beobachte ich mit Sorge, dass in Zeiten der wirtschaftlichen Globalisierung Ethnisierung, Selbstethnisierung, Mikronationalismus, Regionalismus, politischer und religiöser Fundamentalismus zunehmen und Menschen sich zunehmend gegen andere abgrenzen.

Bei Mosaik e.V. sehe ich die Chance, dass Menschen in ihrer nationalen, kulturellen, sprachlichen, religiösen und politischen Vielfalt sich gemeinsam bürgerschaftlich engagieren und das Miteinander gestalten können. Voraussetzung ist für mich aber die Verpflichtung zu Aufklärung und die Akzeptanz der republikanischen Idee von Gleichheit und Gleichwertigkeit aller Menschen.

Zweifellos ist die Landeshauptstadt Düsseldorf eine schöne und attraktive internationale Wirtschaftsmetropole. Das genügt aber nicht. Die Landeshauptstadt kann sehr viel mehr und auf andere Regionen positiv ausstrahlen, wenn sie mit einem Haus der Kulturen im Herzen der Stadt ihre interkulturelle Vielfalt aktiv fördert und demonstrativ vorlebt.
Dieses Ziel wird Mosaik e.V. weiterhin verfolgen und ich möchte es mit meiner Mitgliedschaft aktiv unterstützen.

 

Annika Patz

Hallo, ich bin Annika Patz und komme aus Melle, einer kleinen Stadt in der Nähe von Osnabrück. Seit Oktober 2012 wohne ich in Düsseldorf und studiere Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität.

Nach dem Abitur habe ich ein Jahr in Ecuador gelebt und dort als Freiwillige in einer Einrichtung für Kinder in Risikosituationen gearbeitet. Vor allem in dieser Zeit durfte ich erfahren, wie bereichernd der Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen sein kann und wie wertvoll diese Vielfalt ist. Allerdings ist mir auch bewusst geworden, wie zerstörerisch fehlender Respekt und Diskriminierung wirken – sowohl im internationalen Kontext, als auch in jeder noch so kleinen Gemeinschaft. Mit diesen Zusammenhängen beschäftige ich mich zum einen in meinem Studium, aber  auch im Alltag wünsche ich mir gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und Gleichberechtigung aller Menschen.

Ich freue mich, ein Teil von Mosaik sein zu dürfen, weil ich hier genau die Vielfalt gelebt wird, in der ich mich wohlfühle. Außerdem habe ich so nach einer schwierigen Eingewöhnungsphase nach dem Umzug von Ecuador nach Düsseldorf Gleichgesinnte gefunden.

 

Gisela Rupprecht

Mein Name ist Gisela Rupprecht und ich bin dieses Jahr Mitglied beim Mosaik Verein geworden.

Mit meinem erwachsenen Sohn habe ich an einem von Mosaik organisierten Kochkurs mit Serpil, Monika und vielen anderen netten Menschen teilgenommen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, Gerichte aus unterschiedlichen Ländern zu kochen und hinterher gemeinsam zu essen. Einiges kochen wir zu Hause inzwischen auch; so gab es auf der letzten Geburtstagsfeier meines Sohnes ein türkisches „Mehr-Gänge-Menue“, das allen sehr gut geschmeckt hat.

Durch meine Arbeit im sozialen Bereich habe ich viele Kontakte zu Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern und jede Begegnung erlebe ich als Bereicherung. Mittlerweile kann ich sagen, das daraus einige Freundschaften entstanden sind, worüber ich mich sehr freue.

Interkulturelle Begegnung ist ist ein wichtiger Teil in meinem Leben, die Begegnung und das Gespräch miteinander, aber auch die Veranstaltungen und gemeinsame ERlebnisse machen mir viel Freude. Leider bin ich durch meine Arbeit zeitlich sehr beansprucht so dass ich nicht zu allen Veranstaltungen kommen kann. Ich hoffe dass der Verein mit seinen Mitgliedern noch Vieles bewegt und ich manchmal dazu beitragen kann.

 

Jessica Schwittek

Mein Name ist Jessica Schwittek, ich bin Düsseldorferin, und meine Familie stammt aus dem Ruhrgebiet, dem bergischen Land, und aus Polen. Meine Heimatstadt habe ich zwischenzeitlich mehrere Jahre verlassen, um in Kanada und in Berlin zu leben. Für meinen Beruf als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Wuppertal reise ich regelmäßig nach Kirgistan. Ich interessiere mich dafür, wie Kinder und Jugendliche in der zentralasiatischen Gesellschaft leben. Meine beruflichen Erfahrungen zeigen mir, dass Gesellschaft sich ständig im Wandel befindet, und dass der Austausch unterschiedlicher Kulturen dabei eine wichtige Rolle spielt. Privat genieße ich die Begegnungen mit Menschen, die sich ebenfalls mit den Kulturen, in denen sie leben, auseinandersetzen – ich empfinde das als bereichernd und inspirierend.

Ich habe längere Zeit für das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge in Düsseldorf gearbeitet und bin Mitglied bei Amnesty International sowie bei Phoenix e.V. Ich freue mich, nun auch „Mosaikstein“ zu sein!

 

Ayhan Tanrıverdi

Meine Name ist Ayhan Tanrıverdi. Ich lebe seit 36 Jahren in Düsseldorf und arbeite als Kaufmännischer Angestellter. Ich bin seit 1981 mit meiner Frau Birgit verheiratet. Wir haben einen 22-jährigen Sohn, der an der Universität Bochum Maschinenbau studiert und eine 18-jährige Tochter, die nächstes Jahr ihr Abitur machen wird.

Meine Frau Birgit ist ehrenamtlich in der Evangelischen Kirchengemeinde Eller engagiert. Sie kennt beide Kulturen und die Vorurteile gegenüber den Migranten. Auf Grund dessen haben wir uns entschlossen, dagegen etwas zu unternehmen. Zuallererst hat sie ein regelmäßiges Treffen organisiert, wo sich Frauen unterschiedlicher Herkunft bei Tee oder auch Kaffee kennenlernen können und die Gelegenheit haben, sich und ihre Kulturen einander näher zu bringen. Am 29. Oktober 2005 organisierten wir anlässlich des Ramadan mit Muslimen und Christen ein gemeinsames Fastenbrechen. Das Projekt, das mit über 100 Teilnehmern hervorragend angekommen ist, hat uns zu weiteren Veranstaltungen ermutigt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Evangelischen Gemeinde Eller für die Unterstützung und Hilfe bedanken.

Nach einigen Treffen mit Frau Lent-Öztürk ist die Idee „Café Mosaik“ entstanden. Dies war die Basis des Vereins „Mosaik e.V.“, den wir im Januar 2007 gründeten. Ich bin sehr froh darüber, mit so vielen engagierten Mitbürgern in dieser, unserer Stadt einen Beitrag für die Verständigung, Mitmenschlichkeit sowie Nächstenliebe zu leisten, die in jeder Religion an oberster Stelle steht. Die steigende Mitgliederzahlen zeigen, dass wir auf dem richtigem Wege sind.

Ich wünsche mir, das niemand auf der Erde auf Grund seiner Herkunft benachteiligt wird. Denn als Gott die Erde und die Menschen erschuf, war es sicherlich nicht sein Wille, dass nach Millionen von Jahren immer noch kein Verständnis füreinander herrscht.

Leben,
einzeln und frei,
wie ein Baum
und brüderlich
wie ein Wald
ist unser Sehnsucht
(Nazim Hikmet)

 

Melissa Tanrıverdi

Mein Name ist Melissa Tanrıverdi (nein das ist nicht italienisch auch wenn Giuseppe Verdi fantastisch war), ich bin 24 Jahre alt und gehöre zu den glücklichen Menschen mit einem binationalen Familienhintergrund. Mein Vater kam vor ca. 42 Jahren aus der Türkei nach Deutschland und lernte hier meine Mutter kennen. Mit meinem älteren Bruder sind wir nun zu viert.

Der Verein Mosaik e.V. versucht mit großem Engagement die Nachricht vom Verständnis und Akzeptanz für alle auf dieser Erde lebenden Völker, Kulturen und Religionen zu schaffen, wenn sich alle diesem Gedanken anpassen würden, könnte man endlich beginnen den morgendlichen Kaffee und die Tageszeitung zu genießen.

Ich habe schon früh gelernt das multikulturelle Potenzial als Ressource zu sehen und bin dankbar für jeden Menschen in meinem Umfeld der akzeptiert hat, dass die Welt aus vielen bunten Mosaiken entsteht und erst im Geflecht glänzen kann.

 

Gustav Wilden

Mein Name ist Gustav Wilden, ich bin 56 Jahre alt und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Ich habe Vermessungstechnik studiert und später in eine hauptberufliche Tätigkeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gewechselt. Ich war bis Frühjahr 2013 Geschäftsführer des ver.di Bezirks Düsseldorf.

Das Rheinland, in dem ich den Großteil von Kindheit und Erwachsensein durchlebte, war immer ein Durchgangs- und Begegnungsland. Das ist zwar kein Freifahrschein für Toleranz, aber sollte doch Verpflichtung sein, offen dem Neuen zugewandt zu sein. Kultureller Austausch ist für mich wie erfrischender Durchzug für die Gesellschaft – deshalb bin ich bei Mosaik e.V. gerne dabei.

 

Katharina Hamann

Mein Name ist Katharina Hamann und ich komme aus dem schönen Ruhrgebiet, genauer aus Lünen. In Düsseldorf habe ich an der Heinrich-Heine-Universität Englisch und Sprachwissenschaften studiert. Nicht nur die Sprachenvielfalt auf unserer Erde – insbesondere und allen voran die englische Sprache – begeistert mich, auch die damit verbundenen Kulturen. Vor und während des Abiturs, aber auch während des Studiums zog es mich schon immer in die Ferne: nach Großbritannien, in die umliegenden Länder Deutschlands, auf die kanarischen Inseln während eines Schulaustausches, in die USA um dort meine Verwandten zu besuchen, die 1905 auswanderten und als weiteste Reise nach Indien, wo ich an der University of Mumbai und der K.S.K.V. KACHCHH UNIVERSITY in Bhuj zu Gast sein durfte.
Während meines Studiums und meiner Arbeit im Erasmusbüro des Studiendekanats der Medizinischen Fakultät bin ich mit Mosaik e.V. in Kontakt gekommen. Mir gefielen von Anfang an die Ziele und Aktionen von Mosaik e.V., sodass ich gerne Mitglied wurde und jetzt die Webseiten pflege.

 

Silvia Kaushal

Mein Name ist Silvia Kaushal, ich bin 60 Jahre, gelernte Gross-& Aussenhandels-Kauffrau, habe einen Sohn, Schwiegertochter & Enkelin. Habe damals 2008 bei einer Veranstaltung in Flingern den Mosaikflyer entdeckt, der mich direkt angesprochen hat. Seitdem bin ich dabei. Freue mich, dass ich ein Mosaiksteinchen bin & an den tollen vielfältigen Veranstaltungen teilhaben kann.

 

Hiromi Koiwa

Ich heiße Hiromi Koiwa, bin in Japan geboren und aufgewachsen. Ich lebe seit drei Jahren in Deutschland. Ich bin nach der Atomreaktor-Katastrophe in Japan hierher umgezogen.
Zur Zeit mache ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Meine Leidenschaft sind Musik, komponieren, singen und Instrumente spielen. Ich kommuniziere gerne mit Menschen. Und ich koche und esse gerne veganes Essen und bin selber Vegetarierin.

 

Astrid Bergob-Christ

Hallo! Ich bin Astrid Bergob-Christ und wurde 1970 in dem kleinen Dorf Taben-Rodt hoch über der Saar, umgeben von wunderschönen Wäldern in Rheinland-Pfalz geboren.
Nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA, einigen Stationen innerhalb von Deutschland und eineinhalb Jahren in Singapur hat es mich aus Liebe zum Rheinland nach Düsseldorf gezogen, wo ich mit meinem Mann Andreas und unserer achtjährigen Tochter Emily Emebet, die wir vor sechs Jahren aus Äthiopien adoptiert haben, lebe.

Ich habe mich seit ich bewusst denken kann für andere Kulturen und Länder interessiert. Von Anfang an verfolgte ich die Arbeit von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ und ging als Jugendliche mit dem ersten Buch von Karlheinz Böhm in meinem Heimatdorf von Haustüre zu Haustüre und sammelte Spenden. Ich hatte das Glück und die Ehre, mein großes Vorbild Karlheinz Böhm in Düsseldorf und auch in Äthiopien zu treffen, wo ich verschiedene Projekte seiner Hilfsorganisation besucht habe. Auch beeindruckte mich Friedrich Karl Fey in meiner Jugend sehr, ein Zahnarzt, der den Verein „Trierer Nothilfe“ gegründet hatte. Ich half ihm mit seinem Second Hand Laden in Trier. Der Erlös und auch Kleidung ging nach Äthiopien. In unserem Dorf organisierte ich einen Vortrag.
Herr Fey half verwundeten Menschen aus Afghanistan, nach Trier in ein Krankenhaus zu kommen, um dort operiert zu werden. Auch setzte er sich für Kinder aus Tschernobyl ein, reiste oft nach Minsk und verhalf ihnen zu Ferienfreizeiten in Trier. Er besuchte Mutter Teresa in Indien und Karlheinz Böhm in Äthiopien. Geprägt durch diese Menschen kam ich schon früh in Verbindung mit anderen Kulturen.

In Heidelberg hatte ich 1999 das Glück, einen Vortrag des Survival-Experten und Menschenrechtsaktivisten Rüdiger Nehberg zu besuchen. Er erzählte von seinen vielen Abenteuern und Reisen und über seinen Einsatz zum Schutz der Yanomami Indianer Brasiliens, die von Goldsuchern bedroht und getötet wurden. Für sie überquerte er drei Mal den Ozean mit einem Tretboot und einem ausgebauten Baumstamm. In seinem Vortrag erwähnte er die genitale Verstümmelung von Mädchen in Äthiopien, wovon er in den 70er Jahren am Rande auf einer seiner Reisen durch dieses Land erfahren hatte. Ich erzählte ihm von dem Buch Wüstenblume, das ich kurz zuvor gelesen hatte und wo es um diese grausame Tradition geht. Darauf hin las Nehberg auch dieses Buch und er schrieb mir von Hand einen Brief, dass ihm die Tränen gekommen sind und er etwas gegen diese schädliche Tradition unternehmen wolle. Er gründete seinen Verein „Target“ und wir sind seitdem weiter in Kontakt. Nehberg hat schon vieles in Äthiopien erreicht und versucht weiter, Muslime und auch Christen, die ihren Töchtern dieses schlimme Leid antun, über die Folgen zu informieren und in Zusammenarbeit mit hohen muslimischen Geistlichen, diesen Brauch zu beenden. Unsere Begegnung und was daraus entstanden ist, erwähnt er in seinem Buch „Karawane der Hoffnung“.

In Düsseldorf gehöre ich zur Initiative „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ und zur neu gegründeten Bürgerinitiative „Garath stellt sich quer“. Rassistische Einstellungen und Äußerungen sind für mich nur schwer zu ertragen und ich versuche, so gut es geht, an einer Gesellschaft mitzuarbeiten, die Menschen aus anderen Kulturen, Religionen und Lebensweisen mit Offenheit und Respekt aber auch mit Neugier entgegen tritt. Meine Familie und ich setzen uns so gut wie wir können für Menschen ein, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. Für uns gibt es keinen Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen und Menschen, die aus bitterer Armut als sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ geflohen sind. Wir wollen nicht das eine mit dem anderen Leid vergleichen. Jedes Leid ist auf seine Weise schlimm. Durch unsere Hilfe kamen wir letztes Jahr in Kontakt mit Menschen aus dem Kosovo, mit denen wir viel erlebt haben, auch Dreharbeiten mit dem WDR, und nun mit einer liebenswerten Familie aus Afghanistan. Diese sehr aufgeschlossenen wunderbaren Menschen, mit denen wir privat Zeit verbringen, bereichern unser Leben. Ursprünglich habe ich eine kaufmännische Ausbildung absolviert und auch einige Bürojobs ausgeübt.

Mein eigentliches Interesse gehört jedoch den Menschen und nicht den Zahlen. Schon früh bin ich auf die vielen spannenden Aktivitäten der Gesellschaft für Gesundheitsberatung in Lahnstein gestoßen. Bei Dr. Max Otto Bruker, der diese Gesellschaft und das wunderbare Gesundheitszentrum Dr. Max-Otto-Bruder-Haus noch mit über 80 Jahren gegründet hat, absolvierte ich die Ausbildung zur ärztlich geprüften Gesundheitsberaterin mit Schwerpunkt vitalstoffreiche Vollwertkost. Seit 25 Jahren bilde ich mich in verschiedenen Bereichen der ganzheitlichen Gesundheit weiter. Auch habe ich die Ausbildung zur Psychologischen Beraterin abgeschlossen und lasse mich in Fürth in kognitiver Verhaltenstherapie ausbilden. Dr. Bruker, der mit großem Erfolg biologische Kliniken geleitet hat und sein enormes Wissen in vielen Büchern festhielt, war es wichtig, die Menschen darüber zu informieren, wie sie sich mit einer Ernährung, die so natürlich wie möglich ist, gesund erhalten und damit den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten vorbeugen können.

Seit meinem 15. Lebensjahr lebe ich aus Tierliebe vegetarisch und seit ungefähr 5 Jahren ganz ohne tierische Produkte also vegan, da ich mich noch eingehender mit den nachteiligen ökologischen Auswirkungen auf die Böden, das Klima, den Wasserverbrauch und dem Leid der sogenannten „Nutztiere“ in der Massentierhaltung beschäftigt hatte und ich meiner Tochter gerne eine enkeltaugliche Welt hinterlassen würde. Auch ist es mir wichtig, darüber zu informieren, wie mit einer pflanzlichen Ernährung viel mehr Menschen ernährt werden könnten. Deshalb bin ich dem Verein Mosaik sehr dankbar, dass ich im November 2015 zum ersten Mal die Möglichkeit bekommen hatte, einen veganen Kochworkshop mit Flüchtlingen und mit alt eingesessenen Düsseldorfern abzuhalten. Ich freue mich auf den nächsten Kochworkshop „Vegan meets Kurdistan“ im April 2016, den ich mit meiner kurdischen Nachbarin halten werde und auf meinen Vortrag über die vegane Lebensweise, die ich selbst biologisch vollwertig durchführe.

 

Eleftherios Moldovanis

Gestatten…..

Mein Name ist Eleftherios Moldovanis. Ich bin Sohn griechischer Arbeitsmigranten und wurde 1967 in Krefeld geboren und bin seit meinem 20. Lebensjahr in der Metallindustrie tätig. Meine Erfahrungen in der Arbeitswelt haben mich 1988 dazu bewogen, Gewerkschaftsmitglied bei der IG Metall zu werden. Seit 1992 habe ich diverse ehrenamtliche Positionen als Vertrauensmann, Betriebsrats-Ersatzmitglied, stellvertretener Betriebsvorsitzender und Betriebsratsvorsitzender bekleidet und war Delegierter und Mitglied der Ortsvorstand der IG Metall Düsseldorf-Neuss. Nach wie vor bin ich auch im Migrationsausschuss der IG Metall Düsseldorf-Neuss aktiv.

Zu Mosaik e.V. bin ich durch verschiedene Veranstaltungen und vor allem durch Konzerte im Zakk gekommen. Das Konzert „Türkei trifft Griechenland“ habe ich gerne gemeinsam mit einem türkischen Kollegen aktiv unterstützt und bei der Einführung mitgewirkt. Mosaik e.V. bietet die Möglichkeit, verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen. Mosaik fördert das Miteinander, motiviert zum gemeinsamen Engagement und befasst sich auch immer wieder mit Fragen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Damit kann ich mich voll identifizieren und deshalb bin ich gern dabei.

 

Hussam Al Jbawi

©Hussam Al JbawiMein Name ist Husam Jbawi und ich bin 31 Jahre alt.
Ich komme aus Daraa in Syrien.
2011 habe ich meinen Bachelor in Mathematik abgeschlossen und 2012 mein Diplom in Erziehungswissenschaften.
Gerne wollte ich den Master in Mathematik erwerben jedoch fing dann der Krieg in Syrien an. Weil ich nicht am Krieg teilnehmen wollte ging ich 2013 in den Libanon. Dort war es mir nicht möglich als Mathematiklehrer zu arbeiten. Daher habe ich einen Job als Maler ausgeübt.
Im Jahr 2014 kam ich nach München. Von dort nach Unna und als letzte Station dann nach Düsseldorf Ende September 2014.
Bei der Caritas besuchte ich einen Deutschkurs und 2015 habe ich einen
Integrationskurs abgeschlossen. Für das Studium braucht man den C1-Kurs
„Leben in Deutschland“. Von der Otto-Benecke-Stiftung bekam ich ein
Stipendium, um B2 und C1 abzuschließen, um meine Deutschkenntnisse auf ein Uni-Level zu bringen.

Im Sommer 2015 wollte ich mich für andere Flüchtlinge engagieren und habe Hildegard Düsing-Krems auf Facebook geschrieben über „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ und sie besucht. Ich hatte die Idee für die Aktion „Danke Deutschland. Danke Düsseldorf“, die ich mit anderen Geflüchteten und Helfer/innen durchgeführt habe und mit Hilfe von Hildegard. Wir haben Blumen an Leute verschenkt und Süßigkeiten und Ballons an Kinder verteilt. Geflüchtete Kinder haben Bilder von ihrer Flucht gemalt.
Dort habe ich Monika Lent-Öztürk getroffen. Sie hat mich zu einer Mosaik-
Veranstaltung eingeladen und ich wurde Mosaik-Mitglied. Sehr gerne besuche ich die spannenden Veranstaltungen. Auch habe ich am Dialogtag teilgenommen und ich freue mich, mit Monika und ihrem Mann Nihat befreundet zu sein.

2016 besuchte ich einen Kurs über Projektmanagement und 2017 absolvierte ich ein Praktikum bei ERGO.

Da Politik mich sehr interessiert, wurde ich SPD-Mitglied. Ich sehe das so: Deutschland funktioniert demokratisch. Wir müssen uns für die Bewahrung der Grundwerte und für Menschenrechte einsetzen!

2016 habe ich geheiratet. Meine Frau und ich haben uns bereits 2013 während des Krieges in Syrien kennen gelernt. Zwei Jahre lang konnten wir uns nicht sehen. Erst wieder in 2015 in Deutschland. 2017 wurde unsere Tochter geboren und im gleichen Jahr begann ich mein Bachelor Informatik Studium.

 

Khadija Afzali-Ibrahimi

©Khadija AfzaliMein Name ist Khadija Afzali, ich bin 28 Jahre alt und Künstlerin. Seit September 2015 bin ich in Düsseldorf. Mit dem Train of Hope kam ich damals mit meinem Mann Sakhi und ältesten Sohn in Deutschland an. Wir haben noch einen Sohn bekommen, der im Oktober zwei Jahre alt wird. Ich komme ursprünglich aus Afghanistan. Im Iran habe ich englische Übersetzung studiert und Mädchen in Englisch unterrichtet. Meine Leidenschaft war schon immer die Kunst. Als Jugendliche habe ich gerne gezeichnet. Als ich nach Düsseldorf in die Flüchtlingsunterkunft nach Eller kam, lernte ich die Künstlerin Gabriele Hofer kennen, die dort ehrenamtlich Malunterricht angeboten hat. Wir haben uns angefreundet und ich war froh, in ihre eine Mentorin gefunden zu haben.

In Düsseldorf habe ich mehrere Ausstellungen meiner Gemälde gehabt. Meine erste hat im Welcome Center von „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ stattgefunden. Auch im Atrium in der Nähe des Welcome Center, im Welcome Point in Rath und im Stadtmuseum in Duisburg durfte ich meine Bilder ausstellen und auch bei Mosaik. Im September wird meine nächste Ausstellung sein. Durch Gabriele Hofer habe ich Mosaik kennen gelernt. Dort haben wir den 6. Geburtstag meines Sohnes Soheil wunderbar gefeiert. Mein Mann und ich sind Mitglied bei Mosaik geworden. Wir schätzen die Kommunikation mit anderen netten Menschen dort, die gute Laune, die Gemeinschaft. Wir fühlen uns von Herzen willkommen. Dort sind alle Menschen gleich. Ich fühle mich wie zu Hause. Deswegen vermisse ich meine Familie und Freunde in meiner ursprünglichen Heimat nicht zu sehr, weil wir mit den Menschen bei Mosaik wie mit unserer Familie verbunden sind.

Es macht meinem Mann und mir viel Freude, etwas zum Buffet beizusteuern und gemeinsam mit den anderen Mosaiksteinchen zu essen bevor die interessanten Veranstaltungen beginnen. Es ist auch schön, dass Kinder willkommen sind und gute Freundschaften schließen können. Vor einigen Monaten habe ich einen afghanischen Kochworkshop geleitet. Das hat mir und den Teilnehmer/innen viel Spaß gemacht. Viele Gäste waren gekommen und wir haben afghanisch gegessen und getanzt bei afghanischer Live-Musik. Silke (auch Mitglied bei Mosaik) die einen wunderbaren Tanz aufgeführt hat und ich hatten traditionelle afghanische Kleider getragen. Ich hatte einen Vortrag über das Leben und die Kultur in Afghanistan gehalten. Meine Familie und ich freuen uns auf viele weitere tolle Abende bei Mosaik.

 

Peter Boenki Vorstandmitglied seit 2019

©Peter BoenkiIch bin 1963 in Düsseldorf geboren, wie mein Vater und Opa auch. Ich habe 2 Kinder und bin mittlerweile auch Großvater. Meine Hobbys sind Kochen und Backen.

1980 begann ich meine Ausbildung in einem grossen Stahlkonzern mit über 4000 Arbeitern in Lierenfeld.

Mehr als 70 Nationen waren dort beschäftigt. Ehrenamtliche Tätigkeiten bei der IG-Metall mache ich seit über 20 Jahren, sowie ich auch Betriebsrat von 1998-2018 war. Im Heimatverein Lierenfeld war ich 15 Jahre im Vorstand, dort veranstalteten wir Stadtteilfeste, Martinszüge, Ausstellungen und Ausflüge.

Ich finde Urlaubsreisen in alle Welt interessant wobei Land und Leute mich neugierig machen. Bei Mosaik e.V. haben wir auch zahlreiche Kulturen und vor allem Menschen.

Eins von vielen Mosaiksteinchen zu sein macht mir Freude.

 

Annette Krohn

©Annette KrohnMein Name ist Annette Krohn, ich bin 1970 in Solingen geboren und habe Mosaik e.V. als Kooperationspartner der Stadtbüchereien Düsseldorf kennengelernt, für die ich Veranstaltungen organisiere. Die Literatur hat mir von Kindheit an Einsichten in fremde Kulturen, andere Weltanschauungen und Lebensweisen eröffnet. Außerdem bin ich ziemlich viel unterwegs gewesen in der Welt und habe immer wieder die Gastfreundschaft Fremder genossen, war auf ihre Hilfe und Offenheit angewiesen. Dieses Geschenk möchte ich gerne erwidern und dazu beitragen, dass jede/r der/die neu in Düsseldorf ist, auf eine weltoffene, tolerante und interessierte Stadt trifft. Ebenso weiß ich zu schätzen, dass ich in einem multikulturellen, pluralistischen und demokratischen Deutschland leben kann und möchte das Engagement von Mosaik e.V. gegen jede Form von Rassismus, Hass, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt unterstützen. Das Bild des Vereins als ein Mosaik bei dem jedes kleine Steinchen eine gestalterische Aufgabe übernimmt und alle gemeinsam ein wunderschönes buntes Kunstwerk ergeben, gefällt mir besonders gut. Nur gemeinsam können wir unser Stadt- und Gesellschaftsmosaik gestalten und ich bin dankbar, dass Mosaik e.V. dabei eine besonders menschliche und aktive Rolle übernimmt.

 

Alla Karkeh

Ich heißt Alaa Karkeh und ich komme aus Damaskus in Syrien, bin 34 Jahre alt, verheiratet mit Ibrahim Almujahed und habe 3 Söhne. Ich bin sehr glücklich, dass mein ältester, 11jähriger Sohn im August 2019 nach Düsseldorf kommen durfte im Zuge der Familienzusammenführung.
Wir sind vor 4 Jahren nach Düsseldorf gekommen. In meiner Heimat habe ich Medienwissenschaften studiert. Danach habe ich eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert und auch in diesem Beruf gearbeitet.
Ich habe viele Hobbys. Kochen liebe ich besonders. In meiner Heimat habe ich eine Kochschule besucht. Das hat mir viel Spaß gemacht. Hier in Deutschland habe ich an dem Sprachkurs B2 teilgenommen. Nach der Elternzeit möchte ich gerne eine Ausbildung zur Krankenpflegerin oder Arzthelferin absolvieren. Seit 4 Jahren bin ich Mitglied von Mosaik e. V., da ich gerne Menschen aus anderen Kulturen kennenlerne. Ich liebe es, für das Buffet bei Mosaik-Veranstaltungen zu kochen.

 

Ibrahim Almujahed

Ich heiße Ibrahim Almujahed und komme aus Damaskus in Syrien, bin 49 Jahre alt und der Ehemann von Alaa Karkeh. Seit 4 Jahren lebe ich in Düsseldorf. In Damaskus habe ich englische Literatur studiert. Im Finanzministerium habe ich 16 Jahre lang als Übersetzer gearbeitet. Auch gab ich als Privatlehrer Englischunterricht. Ich würde gerne eine Ausbildung in der Radiologie oder als Krankenpfleger machen. Meine Hobbys sind schwimmen und Literatur. Ich bin Mitglied bei Mosaik, weil ich gerne neue Leute kennenlerne und es mag, mich
auszutauschen. Auch macht es mir Freude, bei Veranstaltungen des Vereins zu helfen. Die spannenden Gespräche mit interessanten Menschen nutze ich gerne, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern.

 

Rabija Petek

Das Mosaik ist seit der Antike ein Symbol für ein harmonisches Zusammenfügen von Verschiedenem. Und so sind wir im Mosaik e.V. auch – alle verschieden und dadurch eine schöne Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

Elhadji Makaty Mbaye

©Elhadji Makaty MbayeIch bin gerne Mosaiksteinchen, weil der Verein einfach meine Vorstellung von Multikultur in seinen Aktivitäten und seinem Engagement widerpiegelt. Als Mosaiksteinchen und Medizin-Student begleite ich z.B. Geflohene bei Arztbesuchen und helfe bei der Organisation von Mosaik-Infoständen.

 

 

 

 

 

Silvia Kaushal

©Silvia KaushalMein Name ist Silvia Kaushal, ich wurde 1955 in Düsseldorf geboren.

1961-1966 besuchte ich die damalige Volksschule Christoph-Steinmeyer in Düsseldorf.

Im Anschluss daran die Realschule Freiherr vom Stein mit Realabschluss.

1971 absolvierte ich meine 3-jährige Ausbildung als Groß & Außenhandels-Kauffrau bei der Niederrheinischen Eisen & Metallhandelsgesellschaft Barop & Becker mit Abschluß des Kaufmanns-Gehilfenbriefes der IHK Düsseldorf.

Nach meiner Ausbildung begann ich als Sachbearbeiterin im Einkauf der Firma Rostanit AG, Oberkassel zu arbeiten.

Nach der Insolvenz des Unternehmens arbeitete ich in unterschiedlichen Sachbereichen & diversen Firmen u.a. bei der WGZ-Bank & Börse, Panalpina und zuletzt bei dem französischen Konzern Merlin Gerin als Empfangsdame.

1980 lernte ich meinen britischen Mann Geoffrey Leach kennen & lieben. Wir heirateten & 1984 wurde unser Sohn Dennis geboren.

Nach der Scheidung 1991 lernte ich meinen 2. Mann, den Inder Vicky Kaushal kennen. 1993 heiratete ich erneut.

1997-1999 lebte ich mit meinem Sohn in England/North Yorkshire.

2006 ging ich für 6 Monate nach Mersin/Türkei.

2011 gab es wieder ein erfreuliches Ereignis: meine 1.Enkelin Joleen wurde geboren.

2017 folgte ein 2. Enkelkind, mein Enkel Liam.

Da ich sehr viel gereist bin & schon seit meiner Jugendzeit fasziniert von fremden Kulturen bin & es als sehr bereichernd empfinde, freue ich mich sehr ein Mosaiksteinchen zu sein.

Aufmerksam bin ich auf Mosaik geworden, als ich 2008, bei einer Veranstaltung den ausgelegten Flyer mit einem damaligen türkischen Koch entdeckte.

Dieser hat mich sofort angesprochen. Ich kann nur sagen, ich habe durch Mosaik ganz tolle Menschen unterschiedlicher Kulturen & Altersgruppen kennengelernt & genau meine Bestimmung gefunden. Hier wird die Vielfalt gelebt, die die Einzigartigkeit ausmacht. Ich schätze den respektvollen Umgang miteinander & freue mich an den vielfältigen Aktivitäten & Veranstaltungen teilhaben zu können, die mit viel Engagement & Arbeit & viel Herz verbunden sind und ausgerichtet werden.