Schriftliches Grußwort des

Staatssekretärs für Integration

im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

des Landes Nordrhein-Westfalen,

 

Thorsten Klute,

 

anlässlich

des zweiten Dialog-Tages

in der Landeshauptstadt Düsseldorf

am 8. November 2014

 

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Düsseldorfer Dialog-Tags,

 

das Zentrum zur Förderung des interkulturellen Dialogs in Düsseldorf und Umgebung Mosaik e. V. führt bereits zum zweiten Male seinen Dialog-Tag in unserer Landeshauptstadt durch.

 

Ich bedauere es sehr, aus terminlichen Gründen nicht persönlich teilnehmen zu können. Mir ist es aber umso wichtiger, mich als Schirmherr dieser Veranstaltung zumindest schriftlich an Sie zu wenden.

 

In den letzten Jahren hat sich Deutschland zunehmend zu einem Einwanderungsland entwickelt, in dem die Vielfalt der Menschen als Chance und Zukunftsoption gesehen wird.

 

Auf der Bundesebene sind mit dem Zuwanderungsgesetz aus dem Jahre 2005 und auf der Landesebene mit dem Teilhabe- und Integrationsgesetz aus dem Jahre 2012 stabile rechtliche Grundlagen für moderne Migrationspolitik und gelingende Integration gelegt.

 

Das Gelingen von Integration im Sinne von Chancengleichheit und aktiver Teilhabe von Eingewanderten ist aber nicht alleine vom Gesetzgeber und der Politik zu gewährleisten. Ob Integration gelingt oder nicht, das entscheidet sich im Zusammenleben der Menschen in den Städten und Gemeinden. Das Ideal des friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens in einer von Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft setzt die Überwindung von Gegeneinander und Nebeneinander hin zu einem lebendigen Miteinander voraus.

 

Um dieses Ziel erreichen zu können, ist Dialog unerlässlich. Die Vielfalt der Herkünfte, der Muttersprachen und der Religionen der Menschen bringen auch vielfältigste Gewohnheiten, Lebensformen und Vorstellungen von einem guten und einem schlechten Leben mit sich. Trotz aller Vielfalt aber steckt in den Unterschieden häufig ein Kern gemeinsamer, geteilter Werte, die durchaus Basis für ein respektvolles Miteinander sein können.

 

Um zu diesem Kern vorzudringen, bedarf es der gegenseitigen Offenheit, der Bereitschaft von sich und über sich zu sprechen – und dem Anderen zuzuhören.

 

Der Dialog-Tag 2014 widmet sich dem Thema „Teilen“. Der Dialog an sich ist immer ein Akt des Teilens, des Mit-Teilens von Informationen, Erfahrungen, Ansichten, Meinungen und auch Gefühlen.

 

In diesem Sinne wünsche ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Dialog-Tages 2014, dass sie miteinander das Erlebnis eines gelingenden Dialogs teilen können. Ganz nach dem Motto „Geteilte Freud’ ist doppelte Freud’.“

 

(Thorsten Klute)

Staatssekretär für Integration

im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales

des Landes Nordrhein-Westfalen

Grußwort Staatssekretär Thorsten Klute (als PDF)