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Date(s) - 30.11.2019
19:00

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Mosaik e.V. lädt in Kooperation mit dem Stadtmuseum zu einem besonderen kulturellen Genuss ein: Einem persischen Musik und Poesie – Abend!

Das Programm kreist um die Kompositionen Hamid Reza Shojaeis, der bereits mit 9 Jahren seine musikalische Ausbildung im Konservatorium der Künste in Teheran begann. In Düsseldorf gründete er als verantwortlicher musikalischer Leiter das Ensemble „lotfi“. Er ist Experte der Tar, eines traditionellen Saiteninstruments aus dem vorderen- und zentralasiatischem Raum. Gemeinsam mit Hamid Reza Shojaei treten weitere Musiker auf und lassen uns in die persische Musikkultur eintauchen: Behnam Khatami präsentiert die Ney (eine Flötenform, die zu den ältesten Instrumenten der Welt gehört), Pejman Shirazi mit der Tombak (eines der bekanntesten Perkussioninstrumente der klassischen persischen Musik) und Iraj Jahan Bakhsh wird mit mit seiner Gesangsstimme das Publikum auf eine Reise mitnehmen.

Nach einer kurzen Einführung von Dr. Reza Khalili-Amiri in die Beziehung und den Einfluss von Hafez auf Goethe, können Sie sich ebenso verzaubern lassen vom Klang des Orients.

·  Der Eintritt kostet an der Abendkasse 15€ pro Person. Tickets auch reservierbar unter 0173-7042647 oder via Mail: Jahan1@arcor.de

Hafis und Goethe – oder Goethe und Hafis? “Uns, den Zwillingen”

formuliert Goethe zu Beginn seines dem persischen, iranischen Dichter

Hafis gewidmeten West-Östlichen Divans, sodass diese Frage

offensichtlich hinfällig wird! Und gerade darin liegt das Wunder,

welches uns in der Verbindung des großen deutschen Dichters und Weisen

und jenes großen persischen Dichters und Denkers begegnet. Die Weisesten

begegnen einander in der Tiefe, in einer gegenseitigen Tuchfühlung,

deren beseelende Qualität einer hinlänglichen Beschreibung trotzt. Eben

diese Qualität des Glücks, der Liebe und der Verwunderung ist es aber,

die neben weiteren Schätzen, die Literatur bieten kann, in den Worten

Goethes im West-Östlichen Divan sichtbar wird, eine Qualität, die aus

der tatsächlichen Erfahrung der Verbindung und Einheit über die

vermeintlichen Grenzen der Völker und Sprachen hinweg schöpft und Glück

spendet. Und gerade aus dieser Erfahrung der Einheit des Wesentlichen

heraus spricht Goethe, wenn er sagt: “Sagt es niemand, nur den Weisen,

Weil die Menge gleich verhöhnet” … Oder in den Worten des Hafis:

“Jener Freund, dessen Leib des Galgens Haupt erhöhte,

Sein Vergehen war, dass er der Geheimniss’ Schleier löste!”

Glücklich wer diese Einheit spürt und begreift!

Von Hafez bis Goethe – ein Abend der klassischen persischen Musik und Poesie