Datum/Zeit
Date(s) - 22.04.2015
18:30

Veranstaltungsort
Ev. Gemeindezentrum

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Einlass 18:00 Uhr

Lesungen aus Christentum und Islam in arabischer, deutscher, persischer und türkischer Sprache und musikalischem Rahmenprogramm

Aktuell sehen wir uns mit einer doppelten Bedrohung konfrontiert: ausgrenzende, unbarmherzige und barbarische Menschenfeindlichkeit seitens fundamentalistischer und salafistisch-extremistischer Strömungen einerseits und rechtspopulistischer, rassistischer sowie antisemitischer Bewegungen anderseits.

Mit einer mehrsprachigen, christlich-islamischen Lesung möchten Mitglieder und Freund/innen von Mosaik e.V. an die humanistischen Traditionen im Christentum und Islam (Sunniten, Schiiten und Aleviten) erinnern, denn humanistische Traditionen gab und gibt es in allen Kulturen und Religionen.

Im Vordergrund der Veranstaltung werden diese humanistischen Traditionen im Kontext von Zeit und Raum gewürdigt. Auch auf innerchristliche und innerislamische Auseinandersetzungen um Toleranz, Barmherzigkeit und Gewissen auf der einen Seite und Gewalt und absolutem Herrschaftsanspruch auf der anderen Seite wird eingegangen. Beispielhaft werden Texte über den Konflikt von Bartholomé de las Casas gegen Juan Ginés de Sepúlveda  während der spanischen Eroberung und Unterjochung der Ureinwohner Amerikas, der Auseinandersetzung von Sebastian Castellio (Verfasser des Manifest der Toleranz) gegen die Herrschaft Johannes Calvin gelesen.

Eine mehrsprachige Lesung (und jeweiliger deutscher Übersetzung) von Texten islamischer Humanisten wie Omar Khayyâm, Mevlana Celaleddin Rumi, Hacı Bektaş Veli und Yunus Emre erinnert an das Leben und Wirken dieser islamischen Humanisten.

 

Mit dabei:

Pfarrer Dietmar Silbersiepe

Mohammed Assila

Hakim El Ghazali

Muzaffer Gürenc

Nihat Öztürk

Monika Lent-Öztürk

Reza Tavakoli

 

 

 

Vom Pfad der Liebe zum Manifest der Toleranz